Inhaltsverzeichnis
Was sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe?
- Rohstoffe: Sie gehen als Hauptbestandteile in das Produkt ein (z.B. Holz bei der Möbelherstellung).
- Hilfsstoffe: Werden zusätzlich für das Produkt gebraucht, sind aber keine Hauptbestandteile, wie bspw. Nägel, Leim etc.
- Betriebsstoffe: Um das Produkt herstellen zu können, müssen die Maschinen funktionieren (Schmieröl, Strom etc.)
Merke
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffkonten sind Bestandskonten, d.h. ihr Endbestand wird beim Abschluss immer auf das SBK gebucht.
Wenn die RHB-Stoffe aus dem Lager genommen und verbraucht werden, werden sie vom jeweiligen Bestandskonto ("Rohstoffe", "Hilfsstoffe", "Betriebsstoffe") auf das Konto "Aufwendungen für Rohstoffe", "Aufwendungen für Hilfsstoffe" oder "Aufwendungen für Betriebsstoffe" gebucht.
In der Gewinn- und Verlustrechnung werden diese Aufwendungen später in einem Posten „Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren“ zusammengefasst (§ 275 Abs. 2 Nr. 5 Buchst. a HGB). In der Buchführung dieses Kurses führt man dafür aber getrennte Aufwandskonten.
Aufstellen der Buchungssätze
| Aufwendungen für Rohstoffe | 2.000 | an | Rohstoffe | 2.000 |
Bei der Verbuchung von Hilfs- und Betriebsstoffen wird analog vorgegangen!
Ermittlung des Verbrauchs
Hier gibt es 3 Verfahren, die dir auch in der Kostenrechnung wieder begegnen:
- Inventurmethode (Befundrechnung): Anfangsbestand + Zugänge - Endbestand laut Inventur = Verbrauch
- Skontrationsmethode (Fortschreibungsmethode): Der Verbrauch wird laufend anhand der Materialentnahmescheine erfasst.
- Retrograde Methode (Rückrechnung): Sollverbrauchsmenge je Stück * produzierte Stückzahl = Verbrauch
Weitere interessante Inhalte zum Thema
-
Buchungssystematik
Vielleicht ist für Sie auch das Thema Buchungssystematik (Buchführung) aus unserem Online-Kurs Externes Rechnungswesen interessant.
