ZU DEN KURSEN!

Externes Rechnungswesen - Gliederung der Bilanz

Kursangebot | Externes Rechnungswesen | Gliederung der Bilanz

Externes Rechnungswesen

Gliederung der Bilanz

Nach § 242 HGB Abs. 1 hat jeder Kaufmann zu Beginn seines Handelsgewerbes und für den Schluß eines jeden Geschäftsjahrs einen das Verhältnis seines Vermögens und seiner Schulden darstellenden Abschluß (EröffnungsBilanz, Bilanz) aufzustellen. 

vergelcih

Die Bilanz ist eine bewusst die Positionen zusammenfassende, verkürzte Form des Inventars und das Kernelement eines Jahresabschlusses. Die Bilanz hat nach § 247 HGB das Anlage- und das Umlaufvermögen, Eigenkapital, die Schulden und die Rechnungsabgrenzungsposten zu beinhalten. Zudem müssen die jeweiligen Posten hinreichend aufgegliedert werden. 

Das Anlagevermögen beinhaltet sämtliche Vermögensgegenstände, die dem Unternehmen langfristig (>1 Jahr) dienen. Die übrigen sind dem Umlaufvermögen zuzuordnen.

Merke

Hier klicken zum Ausklappen Nach § 266 HGB ist die Bilanz in Kontenform zu erstellen. Hierbei ist neben den jeweiligen Posten auch auf die Reihenfolge zu achten. Wie zuvor schon erwähnt, gibt es die Möglichkeit von Erleichterungen, so dass nur eine verkürzte Bilanz zu erstellen ist. Bei der verkürzten Bilanz wird nur bis auf die 2. Ebene unterteilt (Buchstaben sowie römische Zahlen). Die ungekürzte Bilanz enthält in der 3. Ebene eine genauere Unterteilung (große Kapitalgesellschaften).

Die Gliederung nach § 266 Abs. 2 und Abs. 3 sieht wie folgt aus:

bilanz-gliederung

Die Bilanzposten müssen dem jeweiligen Unternehmen angepasst werden. Aus der Buchführung kennen wir entsprechende Kontenrahmenpläne, die je nach Unternehmenszweck Anwendung finden.

Beispiel

Hier klicken zum Ausklappen

Ein großes Kleidungsgeschäft ist selten Produzent seiner Waren und wird daher keine unfertigen Waren besitzen. Dadurch wird auch die Position B.I.2 vermutlich nicht aufgeführt. Auf der anderen Seite wird dieses Unternehmen eine genauere Untergliederung seiner Vorräte vornehmen.

Die Bilanz zeigt auf der Aktivseite alle Mittelverwendungen und auf der Passivseite die Mittelherkunft eines Unternehmens. Bei den Bilanzpositionen handelt es sich um sogenannte Bestandskonten, die einen Anfangs- und einen Endbestand haben. Nahezu jeder Geschäftsvorfall verändert die Bilanz. Damit die Bilanz nicht ständig neu erstellt werden muss, erfolgt die Verrechnung der einzelnen Geschäftsvorfälle auf den Bestandskonten.