ZU DEN KURSEN!

Rechnungswesen - Kostenträgerzeitrechnung

Kursangebot | Rechnungswesen | Kostenträgerzeitrechnung

Rechnungswesen

Kostenträgerzeitrechnung

x
Juracademy JETZT WEITER LERNEN!

Weitere Lernvideos sowie zahlreiche Materialien für deine Prüfungsvorbereitung erwarten dich:
wiwiweb.de Flatrate


1272 Lerntexte mit den besten Erklärungen

412 weitere Lernvideos von unseren erfahrenen Dozenten

3121 Übungen zum Trainieren der Inhalte

516 informative und einprägsame Abbildungen

Die Kostenträgerzeitrechnung wird vorgenommen nach dem

Wir erklären die Methode am folgenden

Beispiel

Beispiel: 
Produzent D. aus D hat in der vergangenen Periode 300 ME hergestellt, hiervon aber lediglich 200 ME abgesetzt. Die fixen Herstellkosten betrugen 30.000 €, die variablen Herstellkosten pro Stück jeweils 60 €. An Vertriebskosten sind fix 10.000 € und variabel pro Stück 20 € angefallen. Der Verkaufspreis lag bei 400 € pro Stück.

Kalkuliere das Betriebsergebnis für die vergangene Periode 
a) nach dem Gesamtkostenverfahren und
b) nach dem Umsatzkostenverfahren.

Gesamtkostenverfahren

Beim Gesamtkostenverfahren werden zur Abgrenzung der Erträge und Aufwendungen die produzierten Mengeneinheiten herangezogen. Es ist damit eine Art Produktionserfolgsrechnung. Erträge und Aufwendungen werden - jeweils bezogen auf die in der abgelaufenen Periode produzierten Mengeneinheiten - ausgewiesen.

Die Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, als auch selbst erstellte Sachanlagen werden als Erträge im Rahmen des Gesamtkostenverfahrens erfasst. Die damit zusammenhängenden Aufwendungen werden über die produzierten Mengeneinheiten erfasst. Bestandsminderungen sind von den Umsatzerlösen abzuziehen.

Ziel des Verfahrens ist, dass sämtliche Leistungen einer Periode allen Kosten gegenübergestellt werden. Hierbei zählen auch Bewegungen auf Lager zu den Erträgen.

Beispiel

Beispiel

Beispiel: 
Die Trulla-AG produziert 200 Fahrräder und verkauft hiervon lediglich 180. Im Gesamtkostenverfahren werden auch die 20 auf Lager produzierten Fahrräder zu den Erträgen gezählt.

Das Gesamtkostenverfahren ist also produktionsorientiert.

Gesamtkostenverfahren Schema

Umsatzerlöse 
zzgl. Bestandsmehrungen fertige und unfertige Erzeugnisse
    Lagererhöhung, multipliziert mit variablen Stückkosten + anteilige fixe Herstellkosten 
zzgl. andere aktivierte Eigenleistungen 
    bewertet zu Herstellkosten 
Leistungen der Periode (1) 
fixe Herstellkosten
variable Herstellkosten
    Produktionsmenge multipliziert mit den variablen Stückkosten 
    fixe Verwaltungs- und Vertriebskosten 
    variable Verwaltungs- und Vertriebskosten 
    abgesetzte Menge multipliziert mit variablen Verwaltungs- und Vertriebskosten 
gesamte Kosten der Periode (2) 

(1) abzgl. (2) = Betriebsergebnis (= Gewinn)

Also rechnet man für des vorliegenden Bsp. 43 

Berechnung

Position Rechnung Ergebnis (€) 
Umsatzerlöse 400·200 80.000
Bestandsmehrungen $\ (300-200) \cdot (60 + {30.000 \over 300}) $ 16.000
andere aktivierte Eigenleistungen - -
Gesamtleistung 96.000
fixe Herstellkosten 30.000
variable Herstellkosten $\ 300 \cdot 60 $ 18.000
fixe Vertriebskosten 10.000
variable Vertriebskosten $\ 200 \cdot 20 $ 4.000
gesamte Kosten 62.000
Betriebsergebnis 96.000 – 62.000 34.000

Umsatzkostenverfahren

Beim Umsatzkostenverfahren geht es um die Gegenüberstellung der Umsatzerlöse und der für ihre Erzielung angefallenen Kosten. Das Umsatzkostenverfahren ist daher absatzorientiert.

Merke

Die Herstellkosten werden auf die produzierte Menge bezogen, die Verwaltungs- und Vertriebskosten hingegen auf die abgesetzte Menge.

Umsatzkostenverfahren Schema

Umsatzerlöse 
    abgesetzte Menge multipliziert mit dem Verkaufspreis 
abzgl. Selbstkosten der abgesetzten Produkte 
    fixe Herstellkosten, anteilig für die abgesetzten Mengeneinheiten 
    variable Herstellkosten der abgesetzten Mengeneinheiten 
    fixe Verwaltungs- und Vertriebskosten 
    variable Verwaltungs- und Vertriebskosten der abgesetzten Mengeneinheiten 
Ergebnis: Betriebsergebnis (= Gewinn)

Beispiel

Beispiel

Zur Erinnerung unser Ausgangsbeispiel:

Produzent D. aus D hat in der vergangenen Periode 300 ME hergestellt, hiervon aber lediglich 200 ME abgesetzt. Die fixen Herstellkosten betrugen 30.000 €, die variablen Herstellkosten pro Stück jeweils 60 €. An Vertriebskosten sind fix 10.000 € und variabel pro Stück 20 € angefallen. Der Verkaufspreis lag bei 400 € pro Stück.

Kalkuliere das Betriebsergebnis für die vergangene Periode nach dem Umsatzkostenverfahren.
Position Rechnung Ergebnis (€)
Umsatzerlöse $\ 200 \cdot 400 $ 80.000
fixe Herstellkosten $\ {200 \over 300} \cdot 30.000 $ 20.000
variable Herstellkosten $\ 200 \cdot 60 $ 12.000
fixe Vertriebskosten 10.000
variable Vertriebskosten $\ 200 \cdot 20 $ 4.000
Selbstkosten der abgesetzten Menge 20.000 + 12.000 + 10.000 + 4.000 46.000
Betriebsergebnis (= Gewinn) 80.000 – 46.000 34.000

Merke


Bei gleichem Mengengerüst sind das Ergebnis des Umsatz- und des Gesamtkostenverfahrens identisch.

Video

Abschließend ein Video zur Kostenträgerzeitrechnung:

Video: Kostenträgerzeitrechnung