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Rechnungswesen - Kostenartenrechnung

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Rechnungswesen

Kostenartenrechnung

Inhaltsverzeichnis

Aufgabe 1:

1. Welche Frage stellt man sich bei der Kostenartenrechnung? Warum ist der Begriff Kostenartenrechnung beinahe irreführend?

2. Aufgabe der Kostenartenrechnung ist es, Kosten einzuteilen. Nenne verschiedene Einteilungsmöglichkeiten der Kosten und die zugehörigen Unterpunkte.

3. Erkläre den Begriff der Einzel- und Gemeinkosten. Wie werden Einzelkosten in der Kostenrechnung behandelt? Welchen Grundprinzipien der Kostenverrechnung genügen Einzelkosten sehr stark?

4. Was sind unechte Gemeinkosten?

5. Erläutere den Zusammenhang zwischen Einzel-, Gemein-, fixen und variablen Kosten.

Lösung:

1. Die Kostenartenrechnung ist keine Rechnung, sondern vielmehr eine geordnete Auflistung und Systematisierung von Kosten.

2. Diese lassen sich nach unterschiedlichen Kriterien einteilen:

  • nach dem Grad der Schwankung mit der Menge (= Beschäftigung)

  • nach dem Grad der Zurechenbarkeit

    • Einzelkosten

    • Gemeinkosten

  • nach dem Bezug

  • primäre Kosten

    • sekundäre Kosten

3. Einzelkosten lassen sich einzeln dem Bezugsobjekt zuordnen (= zurechnen).

Bei Gemeinkosten ist dies nicht möglich, sie sind nicht einzeln zuordenbar.

LAMBERT-REGEL:

Das Wort „zuordenbar“ ist das Adjektiv zu „Zuordnung“.

Die Einzelkosten genügen dem Verursachungsprinzip.

LAMBERT-REGEL:

Gemeinkosten sind der eigentliche Grund, warum das Fach „Kostenrechnung“ überhaupt existiert. Gäbe es sie nicht, wäre die Kalkulation der Kosten eine äußerst einfache Angelegenheit, nämlich einfache Addition der (Einzel-)Kosten. So hingegen, mit der Existenz von Gemeinkosten, muss man sich die Frage stellen, wie Gemeinkosten zugeordnet werden können.

4. Einzelkosten sind dem Kalkulationsobjekt einzeln zuordenbar.

Sie genügen dem Verursachungsprinzip. Gemeinkosten sind dies nicht, sie sind gerade nicht „einzeln“ dem Kalkulationsobjekt zuordenbar. Unter unechten Gemeinkosten wiederum versteht man Kosten, die

  • in Wahrheit Einzelkosten sind, aber

  • aus Wirtschaftlichkeitsgründen wie Gemeinkosten behandelt werden.

MERKE:

Beispiele hierzu sind Schrauben, Nägel, Lacke, Leime.

5. Einzelkosten sind stets dem Objekt einzeln zuordenbar. Da sie also mit der Menge schwanken, sind sie stets variabel.

LAMBERT-TIPP:

Das ist die entscheidende Regel: Einzelkosten sind stets variabel.

Den Rest kann man sich dann „herleiten“.

LAMBERT-METHODE:

Zur Auffrischung der notwendigen Vokabeln zur Kostenartenrechnung vgl. Kapitel 3.3.2 und Fehler: Referenz nicht gefunden.  

Aufgabe 2:

Die BiBu-GmbH, ein bekannter Hersteller von Flyern, hat variable Stückkosten von 12 € je 500 Flyer. Die fixen Kosten liegen bei 80.000 €, die Kapazität des Monats September 2008, der hier betrachtet wird, beträgt 500.000 Flyer.

a) Berechne die variablen Kosten als auch die Gesamtkosten je Monat und die Stückkosten je 1.000 Flyern, wenn die Beschäftigung in der folgenden Größenordnung sich bewegt. Trage die Ergebnisse in die folgende Tabelle ein.

produzierte Menge

variable Kosten

Gesamtkosten

Stückkosten (in € je 1.000 Stück)

100.000

200.000

300.000

400.000

500.000

Lösung:

Man berechnet die variablen Kosten, indem man die variablen Stückkosten mit der jeweils produzierten Menge multipliziert. So ist z.B. für die Menge von x = 100.000 dann KV = 200∙12=2.400 € zu rechnen. Für die Gesamtkosten addiert man dann hierauf die Fixkosten, also für die erste Zeile dann

K = KV + Kf

= kV∙x + Kf

= 200∙12 + 80.000

= 82.400 €.

Die Stückkosten erhält man schließlich, indem man die Gesamtkosten durch die jeweilige Menge dividiert, also indem man DK = K/x = (KV + Kf)/x rechnet. Dies bedeutet wiederum für die erste Zeile dann DK = 82.400/100.000 = 0,824 € pro Stück, also 824 € für 1.000 Stück.

Produzierte Menge

variable

Kosten (in €)

Gesamtkosten (in €)

Stückkosten (in € je 1.000 Stück)

100.000

2.400

82.400

824

200.000

4.800

84800

424

300.000

7.200

87.200

290,67

400.000

9.600

89.600

224

500.000

12.000

92.000

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