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Volks- und Betriebswirtschaft - Marktgleichgewicht

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Volks- und Betriebswirtschaft

Marktgleichgewicht

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Marktgleichgewicht

Video: Marktgleichgewicht

Sie müssen wissen, wie man das Marktgleichgewicht berechnet. Hier wird der Markt mengenmäßig geräumt, d.h. also dass die angebotene und die nachgefrage Menge jeweils identisch sind. Man muss also die Nachfrage- und die Angebotsfunktion gleichsetzen.

Wir reden im folgenden über Angebot und Nachfrage, konkret über Angebots- und Nachfragefunktionen. Die beiden führen uns zum Begriff des Marktgleichgewichts. Wir können dann besser verstehen, was ein Marktungleichgewicht sein könnte.

Beispiel

Beispiel

Die Preisabsatzfunktion sei gegeben durch p = 20 – 0,5·x, die Angebotsfunktion durch p = 5 + 0,25·x.

a) Zeichne die beiden Funktionen.

b) Errechne die Angebots- und die Nachfragefunktion in Abhängigkeit des Preises.

c) Berechne das Marktgleichgewicht.

a) Zunächst zeichnen wir die beiden Funktionen.

Abb. 2: Angebots- und Nachfragekurve
Abb. 2: Angebots- und Nachfragekurve

b) Man formt nach der Menge x jeweils um, damit man die Argumentationsrichtung versteht, also

p = 20 – 0,5·x ‹=› p – 20 = -0,5·x ‹=› xD =-2·p + 40 (Nachfrage) und

p = 5 + 0,25·x ‹=› p – 5 = 0,25·x ‹=› xA = 4·p - 20 (Angebot).

So wird bei einem Preis von p = 20 eine Menge von xD = 0 nachgefragt, bei einem Preis von p = 10 € hingegen eine Menge von xD(10) =-2·10 + 40 = 20 usw. Bei einem Preis von p = 5 € wird nichts angeboten, bei einem Preis von p = 10 € hingegen xA(10) = 4·10 – 20 = 20 ME.

c) Setzen wir die beiden Funktionen gleich und lösen nach dem Preis auf:

xD = xA ‹=› -2·p + 40 = 4·p - 20 ‹=› -6·p = -60 ‹=› p = 10.

Der Gleichgewichtspreis liegt daher bei p#= 10 €, die gleichgewichtige Menge folglich bei x* = xA(10) = 4·10 – 20 = 20. Das Ergebnis hätte man selbstverständlich auch erhalten, wenn man die Funktionen nicht nach x umgeformt hätte und stattdessen die p-Ausdrücke gleichgesetzt hätte, nämlich p = 20 – 0,5·x und p = 5 + 0,25·x:

20 – 0,5·x = 5 + 0,25·x ‹=› -0,75·x = -15 ‹=› x*= 20, p* = 10.

Preisfunktionen

Preise haben in einer marktwirtschaftlichen Ordnung folgende Funktionen:

  • Koordinationsfunktion,

  • Allokationsfunktion,

  • Informationsfunktion,

  • Rationierungsfunktion,

  • Selektionsfunktion,

  • Gleichgewichtsfunktion und

  • Distributionsfunktion.

Unter der Koordinationsfunktion versteht man die Abstimmung der einzelwirtschaftlichen Pläne von Anbietern und Nachfragern. Der Begriff Allokationsfunktion bedeutet Lenkung/Verteilung der Produktivkräfte (Ressourcen) auf die vom Verbraucher gewünschten Güterarten/Produktionsrichtungen. Informationsfunktion drückt das Signal aus, an dem Anbieter und Nachfrager ihre Entscheidungen ausrichten. Unter Rationierungsfunktion wiederum versteht man die Zuteilung der knappen Güter auf die Nachfrager mit der größten Kaufkraft, Auslesefunktion unter den Nachfragern. Bei der Selektionsfunktion geht es um die Auslese unter den Anbietern: Wer kann zu welchem Preis noch am Markt mithalten. Rationierungs- und Selektionsfunktion werden häufig auch unter dem Begriff „Sanktionsmechanismus des Preissystems“ zusammengefasst. Gleichgewichtsfunktion bedeutet Markträumung, Ausgleich von Angebot und Nachfrage. Distributionsfunktion wiederum redet über die Verteilung der Primäreinkommen (Löhne, Mieten, Pachten, Zinsen und Gewinne).

Video: Marktgleichgewicht

Sie müssen wissen, wie man das Marktgleichgewicht berechnet. Hier wird der Markt mengenmäßig geräumt, d.h. also dass die angebotene und die nachgefrage Menge jeweils identisch sind. Man muss also die Nachfrage- und die Angebotsfunktion gleichsetzen.

Eingriffe des Staates in die Preisbildung

Video: Marktgleichgewicht

Sie müssen wissen, wie man das Marktgleichgewicht berechnet. Hier wird der Markt mengenmäßig geräumt, d.h. also dass die angebotene und die nachgefrage Menge jeweils identisch sind. Man muss also die Nachfrage- und die Angebotsfunktion gleichsetzen.

Der Staat hat unterschiedliche Möglichkeiten, in die Preisbildung einzugreifen:

  • Preisfestlegungen

    • Höchstpreise

    • Mindestpreise

  • Subventionen

    • nach Wirkung

      • direkt

      • indirekt

    • nach Art

      • Förderungsubventionen

      • Anpassungssubventionen

      • Erhaltungssubventionen

  • Steuern.

Subventionen

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Sie müssen wissen, wie man das Marktgleichgewicht berechnet. Hier wird der Markt mengenmäßig geräumt, d.h. also dass die angebotene und die nachgefrage Menge jeweils identisch sind. Man muss also die Nachfrage- und die Angebotsfunktion gleichsetzen.

Direkte Preisbeeinflussung

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Sie müssen wissen, wie man das Marktgleichgewicht berechnet. Hier wird der Markt mengenmäßig geräumt, d.h. also dass die angebotene und die nachgefrage Menge jeweils identisch sind. Man muss also die Nachfrage- und die Angebotsfunktion gleichsetzen.

Steuern

Video: Marktgleichgewicht

Sie müssen wissen, wie man das Marktgleichgewicht berechnet. Hier wird der Markt mengenmäßig geräumt, d.h. also dass die angebotene und die nachgefrage Menge jeweils identisch sind. Man muss also die Nachfrage- und die Angebotsfunktion gleichsetzen.

Bei Mindestpreisen legt der Staat einen Preis fest, der mindestens gelten soll. Dieser liegt logischerweise oberhalb des Gleichgewichtspreises und führt, da das Angebot in diesem Fall größer ist als die Nachfrage, zu einem Angebotsüberschuss (= Angebotsüberhang).

Beispiel

Beispiel 1:

Mindestpreise auf dem EU-Agrarmarkt.

Höchstpreise wiederum liegen unterhalb des Gleichgewichtspreises. Bei ihnen ist die nachgefragte Menge größer als die angebotene, insofern kommt es zu einem so genannten Nachfrageüberhang (= Nachfrageüberschuss).

Beispiel

Beispiel 2:

Höchstpreise im sozialen Wohnungsbaubau.

Bei Förderungssubventionen werden neue Wirtschaftsfelder erschlossen und Zukunftstechnologien gefördert.

Beispiel

Beispiel 3:

Förderungssystemen in die Biotechnologie.

Bei Anpassungsubventionen hingegen geht es um den Erhalt von Arbeitsplätzen, also vielmehr um positiv gemeinte Maßnahmen bezüglich alter, vorhandener Arbeitsplätze, nicht so sehr um neue Arbeitsplätze.

Beispiel

Beispiel 4:

Förderungen von Existenzgründungen.

Erhaltungssubventionen wiederum versuchen, bereits vorhandene Technologien an vorhandenen Standorten zu sichern.

Beispiel

Beispiel 5:

Erhaltungssubventionen des deutschen Steinkohlebergbaus.

Wettbewerbspolitik

Wettbewerb tendiert dazu, sich selbst aufzulösen. Anbieter haben in einem Markt das Interesse, den Wettbewerb zu beschränken (wie dies zum Beispiel in einem Kartell geschieht) bzw. im Grenzfall sogar auszuschalten. Es braucht deswegen den Staat, um die Freiheit des Wettbewerbs zu sichern. Hierin begründet sich die Aufgabe des Staates zur sog. Wettbewerbspolitik.

Funktionen des Wettbewerbs lassen sich folgende erkennen:

  • Steuerungsfunktion,

  • Innovationsfunktion,

  • Allokationsfunktion,

  • Anpassungsfunktion,

  • Kontrollfunktion und

  • Verteilungsfunktion.

Steuerungsfunktion besagt, dass Wettbewerb sicherstellen soll, dass Unternehmen (genau jenes) Angebot bereitstellen, das den Präferenzen der Konsumenten entspricht.

Beispiel

Beispiel 1:

In einer Wirtschaft ohne Wettbewerb wird von den Anbietern nicht das produziert, was den Konsumentenpräferenzen entspricht, sondern etwas anderes.

Planwirtschaften geben hierzu ein eindrucksvolles Beispiel ab.

Die Innovationsfunktion soll sicherstellen, dass neue Produktionsverfahren entwickelt werden, um neue Produkte an den Markt zu bringen. Die Allokationsfunktion spricht von der Allokation (Verteilung) der Produktionsfaktoren. Anpassungsfunktion wiederum bedeutet, dass in einer dynamischen Wirtschaft Produktionsprogramme, -verfahren und -kapazitäten sich stets anpassen müssen. Kontrollfunktion des Wettbewerbs gesagt, dass Verfahren zur Begrenzung und zur Kontrolle wirtschaftlicher Macht durch Wettbewerb sehr effizient bereitgestellt werden.

Beispiel

Beispiel 2:

Wenn nur ein einziger Internetbrowser existiert, so hat der Anbieter dieses Browsers eine deutlich größere Macht als wenn mehrere, unterschiedliche, Internetbrowser existieren.

Verteilungsfunktion des Wettbewerbs spricht davon, dass durch Wettbewerb auf dem Arbeits- und Kapitalmarkt eine leistungsgerechte Einkommensverteilung zustandekommen soll.