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Investitionsrechnung - Steuern in der Investitionsrechnung

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Investitionsrechnung

Steuern in der Investitionsrechnung

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Bei Investitionsentscheidungen werden oftmals die steuerlichen Konsequenzen unbeachtet gelassen. Dieser Mangel wird in diesem Lernabschnitt aufgegriffen.

Folgende Punkte sind hierbei wichtig:

  • Investitionen führen zu einer Auszahlung in der nullten Periode, die aber in den Folgeperioden als Abschreibung und damit über einen Aufwand verrechnet werden.
  • Wenn eine Fremdfinanzierung der Anschaffung erworben wird, dann führen die Sollzinsen zu einer Minderung der steuerlichen Bemessungsbasis. (Anders bei der derzeit in Deutschland gültigen Gewerbesteuer. Dort sind so genannte Dauerschuldzinsen lediglich zur Hälfte steuerlich abzugsfähig).
  • Wenn überschüssige Beträge angelegt werden, dann führen die resultierenden Habenzinsen zu einer Erhöhung der steuerlichen Bemessungsbasis.
  • Steuerlich relevant ist ebenfalls die Abschreibungsmethode. Wir werden im folgenden die steuerlich zulässigen Verfahren lineare Abschreibung, die geometrisch-degressive Abschreibung (mit Wechsel zur linearen Abschreibung, wenn erstmals die linearen Abschreibungsbeträge höher sind als die geometrisch- degressiven) sowie die steuerlichen Sonderabschreibungen betrachten.

Berechnung des Kalkulationszins nach Steuern

Die Zahlungen nach Steuern werden i.A. mit dem so genannten Kalkulationszins nach Steuern is abgezinst.

Dieser errechnet sich als:

Merke

$\ i_s = {i \cdot (1 - s)} $ . Kalkulationszins nach Steuern

Grund für die Richtigkeit dieser Formel ist:

  • Der Kalkulationszins ist als Habenzins zu verstehen, diese sind als Einkünfte zu versteuern. Insofern gibt $\ i_s = {i \cdot (1 - s)} = i – {i \cdot s} $ an, dass Zinserträge i erzielt werden und hierauf Steuern i · s bezahlt werden, diese also abgehen. Insofern besagt $\ i_s = {i \cdot (1 - s)} $ , was nach der Versteuerung der Habenzinsen übrig bleibt.
  • Als Kalkulationszins steht i allerdings auch für den Sollzins, welcher die steuerliche Bemessungsbasis vermindert. Da insofern weniger Steuern bezahlt werden, gibt $\ i_s = i – {i \cdot s} $ an, wie hoch der Sollzins ist, wenn man die steuerliche Abzugswirkung herausrechnet.

In dem folgenden Lernvideo wird ein Überblick über die Problematik gegeben.

Video: Steuern in der Investitionsrechnung