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Kosten- und Leistungsrechnung - Kalkulatorische Wagnisse

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Kosten- und Leistungsrechnung

Kalkulatorische Wagnisse

Wird eine unternehmerische Tätigkeit aufgenommen, so ist diese mit gewissen Risiken und Wagnissen verbunden und kann zu Verlusten führen.

Während das allgemeine Unternehmerwagnis seine Ursache in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Konjunkturschwankungen, technischer Fortschritt, Nachfrageverschiebungen) hat und die daraus möglicherweise entstehenden Verluste mit dem Betriebsgewinn abgegolten sind und somit in der KLR nicht erfasst werden dürfen, stehen Einzelwagnisse in unmittelbarem Zusammenhang mit der betrieblichen Leistungserstellung und -verwertung und müssen in angemessener Höhe als Kosten in die KLR eingehen. Sie fallen in unterschiedlicher Höhe und zeitlich unregelmäßig und unvorhersehbar an.

Zu den Einzelwagnissen gehören:

AnlagewagnisVerluste durch Beschädigung von Anlagegegenständen durch Brand, Überschwemmung usw., Fehleinschätzung der Nutzungsdauer (technischer Fortschritt)
Beständewagnis
Verluste durch Schwund, Verderb, Diebstahl, Veralten
EntwicklungswagnisVerluste aus fehlgeschlagenen Entwicklungsarbeiten
FertigungswagnisVerluste durch Ausschuss (Material-, Arbeits- oder Konstruktionsfehler), Nacharbeit
GewährleistungswagnisVerluste aus Garantieleistungen (z. B. kostenlose Ersatzlieferung, Preisnachlass wegen Mängelrüge)
VertriebswagnisWährungsverluste und Ausfälle bei Kundenforderungen, Verluste durch Nichtabnahme bestellter Ware

Die Idee bei kalkulatorischen Wagnissen ist die folgende:

Expertentipp

Hier klicken zum AusklappenWenn man seine Preise im Vorhinein um genau den Prozentsatz der Wagnisse erhöhen kann (vorausgesetzt die Kunden würden dies mitmachen), so erhält man insgesamt jenen Betrag, der einem zugeflossen wäre, wenn keine Forderungen ursprünglicher Höhe ausgefallen wären.