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Grundlagen der Mikroökonomie - Indifferenzkurven

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Grundlagen der Mikroökonomie

Indifferenzkurven

Mit dem, was wir bisher über Präferenzen der Verbraucher gelernt haben, sind wir in der Lage das Ganze grafisch darzustellen.
Die grafische Darstellung wird Indifferenzkurve genannt. Wie der Name schon vermuten lässt, liegen auf einer Indifferenzkurve alle Güterbündel, zwischen denen der Verbraucher indifferent ist, also die ihm alle dieselbe Befriedigung versprechen.

Merke

Hier klicken zum Ausklappen Alle Punkte auf einer Indifferenzkurve bieten dem Konsumenten den selben Nutzen. Er ist zwischen allen Kombinationen auf der Kurve indifferent.

Um nun zur Zeichnung zu gelangen, legen wir einem Verbraucher ein Güterbündel vor und lassen ihn entscheiden, wieviel er von einem Gut bereit ist abzugeben, um dann von dem anderen Gut mehr zu erhalten und auf demselben Befriedigungsniveau zu bleiben, sprich indifferent zwischen den Güterbündeln zu sein. Wir erhalten in unserem Diagramm mehrere Punkte, die wir verbinden können.
Mehrere Verläufe der Kurve sind möglich. Der dargestellte Fall ist der häufigste. Einige weitere werden wir im nächsten Abschnitt kennenlernen.

Indifferenzkurve
Indifferenzkurve

Eigenschaften von Indifferenzkurven

Welche Aussagen können wir über Indifferenzkurven machen?
Da wir vorher davon ausgegangen sind, dass die Verbraucher ein Mehr an Gütern einem Weniger vorziehen, sind alle Güterbündel, aber auch Indifferenzkurven, die rechts oberhalb unserer ursprünglichen Indifferenzkurve liegen, besser.

Mehrere Indifferenzkurven
Mehrere Indifferenzkurven

Außerdem dürfen sie nicht ansteigen.

Keine Indifferenzkurve
Keine Indifferenzkurve

Da im Güterbündel B von beiden Gütern mehr enthalten ist, als in Güterbündel A, müsste es eigentlich A vorgezogen werden, hier liegen beide aber auf derselben Indifferenzkurve. Dies widerspricht aber der Annahme der Nichtsättigung.

Sehr wichtig ist, dass sich Indifferenzkurven nicht schneiden dürfen.

Kein Schnittpunkt bei Indifferenzkurven
Kein Schnittpunkt bei Indifferenzkurven

Denn hier wird die Annahme der Transitivität verletzt. Die Güterbündel A und B liegen auf zwei verschiedenen Indifferenzkurven. Der Schnittpunkt beider Kurven ist das Bündel C. A und B sind indifferent zu C: A ~ C und B ~ C. Daraus folgt, dass auch A ~ B, was allerdings bedeuten würden, dass beide auf derselben Kurve liegen müssten. Wegen des entstehenden Widerspruchs dürfen sich Indifferenzkurven nicht schneiden.

Merke

Hier klicken zum Ausklappen Weiter rechts oben liegende Indifferenzkurven bieten einen höheren Nutzen. Indifferenzkurven dürfen wegen der Annahme der Nichtsättigung nicht ansteigen. Indifferenzkurven dürfen sich nicht schneiden.