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Grundlagen der Mikroökonomie - Bestimmungsfaktoren der Elastizität

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Grundlagen der Mikroökonomie

Bestimmungsfaktoren der Elastizität

Es gibt verschiedene Faktoren, die für unterschiedliche Elastizitäten sorgen. Ein Faktor ist die Art des jeweiligen Gutes. Ist es lebensnotwendig, wie zum Beispiel Wasser? Wenn ja, dann wird die Nachfrage sehr unelastisch sein. Ist es hingegen ein Luxusgut, kann auch leicht darauf verzichtet werden.

Damit verbunden ist auch die Möglichkeit, ein Gut durch ein anderes zu ersetzen. Ist dies sehr einfach möglich, erhöht dies die Elastizität. Sind keine Ersatzprodukte vorhanden, schränkt das natürlich die Elastizität ein.

Die Definition des Gutes oder eines Marktes, die am Anfang einer Betrachtung vorgenommen wird, hat ebenfalls Einfluss auf die Elastizität. Betrachten wir den gesamten Automarkt, dürfte sie eher gering sein, denn ein Auto lässt sich nicht so leicht durch andere Transportmittel wie Bus und Bahn ersetzen. Schauen wir aber nur auf eine einzelne Automarke, sind Konsumenten schon sehr viel flexibler.

Der letzte wichtige Einflussfaktor ist die Zeit. Kurzfristig sind Autofahrer an Benzin und Diesel gebunden. Steigt der Preis stark an, wie zur Zeit der Ölkrise in den 70ern, sind sie gezwungen, die hohen Preise zu zahlen, um mobil zu bleiben. Vergeht aber nun einige Zeit werden viele Autofahrer auf Gas oder auch Strom umsteigen. Langfristig ist die Nachfrage flexibler und damit elastischer.

Mögliche Gründe für unterschiedliche Elastizitäten:
- Notwendigkeit des Gutes
- Mögliche Ersatzgüter
- Marktabgrenzung
- Zeithorizont

Elastische und unelastische Nachfrage

Die Elastizität ist eng verknüpft mit der Steigung der Nachfragekurve und auch dem Punkt der Messung.
Betrachten wir dazu einige Beispiele:

Das erste extreme Beispiel zeigt eine vollkommen unelastische Nachfrage. Trotz Preissteigerung ändert sich die Nachfrage nicht.

Unelastische Nachfrage
Volkommen unelastische Nachfrage

Das Gegenstück zum ersten Fall ist die vollkommen elastische Nachfrage. Schon kleine Preisänderungen führen zu einer "unendlich" großen Nachfrageänderung, denn nur zu einem einzigen Preis besteht überhaupt eine (dann aber gleich unendliche) Nachfrage.

Vvollkommen elastische Nachfrage
Vollkommen elastische Nachfrage

Ein realistischeres Beispiel sehen wir hier. Die Nachfragekurve verläuft sehr steil. Eine Preissteigerung von p1 auf p2 führt nur zu einer geringen (unterproportionalen) Änderung der Menge. Die Nachfrage ist unelastisch.

Unelastische Nachfrage
Unelastische Nachfrage

Das letzte Beispiel zeigt eine elastische Nachfrage. Der Preis steigt nur gering an, trotzdem kommt es zu einer großen (überproportionalen) Mengenänderung.

Elastische Nachfrage
Elastische Nachfrage