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Grundlagen der Mikroökonomie - Preisuntergrenzen

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Grundlagen der Mikroökonomie

Preisuntergrenzen

Inhaltsverzeichnis

Hat ein Unternehmen den gewinnmaximierenden Punkt gefunden, der beide Bedingungen erfüllt, heißt dies nicht zwangsläufig, dass es auch Gewinn macht.
Vielmehr sind mehrere Situationen zu unterscheiden, die wir nun einzeln betrachten werden.

Zuerst der einfache Fall. Der VerkaufsPreis des Produkts liegt über den Durchschnittskosten, d.h. p > AC. Die Kosten pro Stück sind geringer als der Preis, der am Markt erzielt wird. Das Unternehmen macht Gewinn.

Beim zweiten Fall liegt der Preis unter den Durchschnittskosten, aber noch über den variablen Durchschnittskosten, es gilt AC > p > AVC. Jetzt macht das Unternehmen Verlust. Da aber die variablen Kosten pro Stück geringer sind als der Marktpreis, bleibt die Differenz über, um damit Fixkosten zu decken. Fixkosten sind nur in AC und nicht in AVC verrechnet. Insgesamt kann das Unternehmen durch die Produktion kurzfristig seinen Verlust begrenzen, was immernoch besser ist als wenn es überhaupt nicht produzieren würde.

Ist der Preis schließlich geringer als der variable Durchschnittspreis, also p < AVC, dann ist die Einstellung der Produktion der "beste" Weg. Die Firma wird dann Verluste in Höhe der fixen Kosten machen, was aber noch billiger ist, als zu Produzieren und mit jeder Einheit die Verluste noch zu erhöhen. Ist der Preis geringer als die variablen Durchschnittskosten, bezeichnet man dies als kurzfristige Stilllegungsbedingung.

Langfristige Preisuntergrenze

All diese Fälle haben sich auf die kurze Frist bezogen. Wir kommen jetzt noch mal auf den zweiten Fall zurück, wo der Preis unter den AC aber über AVC lag, und schauen, wie sich die Situation langfristig ändert.

In diesem Fall macht die Firma Verlust, da sie die Fixkosten nicht völlig decken kann. In der langen Frist können aber auch diese Kosten beeinflusst werden. Ist das Unternehmen nicht in der Lage, die Situation zu ändern, kann sie sich entscheiden die Fixkosten völlig abzubauen und den Betrieb stillzulegen. Jetzt macht es keine Verlust mehr, allerdings auch keine Gewinne.
Das wird als langfristige Stilllegungsbedingung bezeichnet: p < LAC.

Fällt der Preis eines Produktes unter seine durchschnittlichen variablen Kosten, dann wird die Produktion noch kurzfristig fortgesetzt, da die fixen Kosten teilsweise bezahlt werden können. Der Verlust wird verringert. Fällt der Preis auch unter diese Grenze, dann wird die Produktion eingestellt (kurzfristige Stilllegungsbedingung). Fällt der Preis langfristig unter die durchschnittlichen Kosten, so wird die Produktion komplett eingestellt.