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Grundlagen der Mikroökonomie - Kosten in der langen Frist

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Grundlagen der Mikroökonomie

Kosten in der langen Frist

Wir haben angenommen, dass es Produktionsfaktoren gibt, die kurzfristig nicht zu beeinflussen sind. Dies können zum Beispiel der Auf- und Abbau von Produktionskapazitäten sein oder Entlassungen von Mitarbeitern. All diese Dinge können nicht im Handumdrehen erledigt werden. Sie sind kurzzeitig festgelegt. Erst nach einiger Zeit, also in der langen Frist, können sie beeinflusst werden. Sie werden also praktisch variabel.
Das ist sehr wichtig, denn in der langen Frist gibt es keine fixen Kosten und alle Produktionsfaktoren können optimal gewählt werden.

Bedeutung für die Produktionskosten eines Unternehmens

Was bedeutet das nun für die Kosten?
Es kann sein, dass kurzfristig die Produktion nicht optimal ist wegen unbeeinflussbarer fixer Kosten, langfristig aber lassen sie sich ändern. Somit wird die Produktion verbessert und die Kosten der Produktion werden unter den Kosten der kurzfristigen Produktion liegen.

SAC [Short Average Costs] > = LAC [Long Average Costs]

Das Größergleich-Zeichen impliziert, dass auch in der kurzen Frist die ProduktionsKosten pro Stück gleich den Produktionskosten pro Stück in der langen Frist sein können, wenn alle Faktoren bereits optimal gewählt sind.

Das Ganze lässt sich grafisch verdeutlichen:

Short/Long Average Costs
Short/Long Average Costs

In der Grafik sind mehrere kurzfristige Durchschnittskostenkurven bei unterschiedlich großen Produktionskapazitäten eingezeichnet und dazu eine langfristige Kostenkurve.
Alle SAC-Kurven müssen einen Punkt mit LAC gemeinsam haben. Genau in diesem Punkt sind für das bestimmte Produktionsniveau alle Produktionsfaktoren optimiert. In allen anderen Punkten auf den SAC-Kurven hingegen liegen die durchschnittlichen Kosten pro Stück höher.
Betrachten wir nun viele kurzfristige Durchschnittskostenkurven, erhalten wir sehr viele dieser optimalen Punkte. Daraus lässt sich dann die Kurve mit den langfristig optimalen Durchschnittskosten ableiten.
Da die kurzfristigen Kurven grundsätzlich über der langfristigen Kurve liegen, wird die langfristige Kurve auch als die " untere Umhüllende " bezeichnet.