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Einlage in das Betriebsvermögen

WebinarTerminankündigung:
 Am 26.01.2017 (ab 19:30 Uhr) findet unser nächstes Webinar statt.
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Nachfolgend sehen wir uns einige Beispiele zu Einlagen in das Betriebsvermögen an.

Beispiel

Beispiel:
Der Inhaber einer Wertpapierhandelsagentur, Harry Zocker, legte Wertpapiere aus seinem Privatvermögen in das Betriebsvermögen ein. Die Anschaffungskosten der Wertpapiere lagen vor vier Jahren, im Mai 2012, bei 10.000 €. Die Wiederbeschaffungskosten liegen heute, zum Zeitpunkt der Einlage im Dezember 2016, bei 15.000 €. Gebucht hatte Harry sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 15.000 €.

Die Einlage ist nicht mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach § 6 I Nr. 5, S. 1 Buchst. a) EStG zu bewerten, weil nicht innerhalb der letzten drei Jahre erfolgt. Vielmehr ist sie mit dem Teilwert, also den Wiederbeschaffungskosten von 15.000 € anzusetzen (§ 6 I Nr. 5 S. 1 EStG). Es handelt sich nicht um einen sonstigen betrieblichen Ertrag, sondern vielmehr muss erfolgsneutral gegen das Eigenkapital gebucht werden. Der steuerpflichtige Gewinn sinkt daher um 15.000 €.

Beispiel

Beispiel:
Carlo Zocker, Inhaber einer Wertpapieragentur, entnimmt zehn Aktien und spendet sie seiner ehemaligen Universität, an der er vor vielen Jahren BWL studiert hatte. Der Buchwert der Aktien liegt bei 100 €, der Tageskurs am Tag der Entnahme bei 250 €. Bisher hatte Carlo nichts gebucht.

Einschlägig ist § 6 I Nr. 4 S. 4 EStG.

Beispiel

Beispiel:
Im Anschluss an die Entnahme aus Beispiel 7 wird das Wirtschaftsgut einer Einrichtung, die unmittelbar der Förderung wissenschaftlicher Zwecke dient, unentgeltlich überlassen.

Die Entnahme darf deswegen zum Buchwert statt wie sonst üblich zum Teilwert erfolgen. Man hat keine Auswirkung auf den steuerlichen Gewinn.

Besonders wichtig ist der Spezialfall der Behandlung der Firmenfahrzeuge nach § 6 I Nr. 4 EStG.

Wenn der Steuerpflichtige ein Firmenfahrzeug nutzt und dieses zu mehr als 50 % beruflich nutzt, so tätigt er im Umfang der privaten Nutzung eine Entnahme. Diese ist anzusetzen

  • bei Führung eines ordnungsgemäßen Fahrtenbuches (§ 6 I Nr. 4 S. 3 EStG)
    $\ \Rightarrow $ mit den Kosten für die tatsächlich gefahrenen Kilometer
  • bei fehlender Führung eines ordnungsgemäßen Fahrtenbuches (§ 6 I Nr. 4 S. 2 EStG)
    $\ \Rightarrow $ mit der 1 % - Regelung.

Beim ordnungsgemäßen Fahrtenbuch müssen die Aufwendungen durch Belege und durch Notation der Verhältnisse der privaten zu den geschäftlichen Fahrten dokumentiert werden. Die 1 - % - Regelung besagt, dass die Kosten für das Auto komplett als Betriebsausgabe angesetzt werden können, dass aber im Gegenzug, um die private Nutzung abzudecken, der Betriebsertrag um 1 % des Bruttolistenpreises zum Zeitpunkt der Anschaffung des Autos pro Monat erhöht wird.

Beispiel

Beispiel:
Der Steuerpflichtige Ernst aus Kettwig (NRW) weist folgende Aufwendungen nach: Benzin 935,60 €, Reparaturen für das Auto 920,28 €. Der Bruttolistenpreis lag zum Zeitpunkt der Anschaffung des Autos (3.3.2016) bei 30.000 €, der Kaufpreis hingegen bei 20.000 €. Die Nutzungsdauer liegt bei vier Jahren. Welche buchhalterischen Konsequenzen sind am Ende des Jahres 2016 zu ziehen?

Es sind abzugsfähig das Benzin und die Reparaturen sowie die Abschreibungen d.h. die Betriebsausgaben liegen bei $\ 935,60 + 920,28 + \frac {1}{4} \cdot \frac {10}{12} \cdot 20.000 = 6.022,55\ € $. Dem Ertrag hinzuzurechnen ist allerdings $\ 0,01 \cdot 10 \cdot 30.000 = 3.000\ € $.

Lückentext
Bitte die Lücken im Text sinnvoll ausfüllen.
Die 1 - % - Regelung besagt, dass die Kosten für ein Auto komplett als Betriebsausgabe angesetzt werden können, dass aber im Gegenzug, um die private Nutzung abzudecken, der Betriebsertrag um 1 % des zum Zeitpunkt der Anschaffung des Autos pro Monat erhöht wird.
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Hinweis:

Bitte füllen Sie alle Lücken im Text aus. Möglicherweise sind mehrere Lösungen für eine Lücke möglich. In diesem Fall tragen Sie bitte nur eine Lösung ein.

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Autor: Daniel Lambert

Dieses Dokument Einlage in das Betriebsvermögen ist Teil eines interaktiven Online-Kurses zum Thema Steuerrechtliche Grundlagen.

Dipl.-Math. Dipl.-Kfm. Daniel Lambert gibt seit vielen Jahren Kurse zur Prüfungsvorbereitung. Er unterrichtet stets orientiert an alten Prüfungen und weiß aus langjähriger Erfahrung, wie sich komplexe Sachverhalte am besten aufbereiten und vermitteln lassen. Daniel Lambert ist Repetitor aus Leidenschaft seit nunmehr 20 Jahren.
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  • Gewinnermittlungsmethoden
    • Einleitung
      • Überblick über die Gewinnermittlungsmethoden
      • Handelsbilanz und Steuerbilanz
    • Allgemeiner Betriebsvermögensvergleich
      • Betriebsvermögensvergleich
      • Betriebseinnahmen
      • Betriebsausgaben
      • Entnahme aus dem Betriebsvermögen
      • Einlage in das Betriebsvermögen
    • Besonderer Betriebsvermögensvergleich
      • Maßgeblichkeit
      • Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben
      • Teilweise nicht abzugsfähige Betriebsausgaben
      • Geschenkaufwendungen
      • Bewirtungsaufwendungen
      • Verpflegungsmehraufwand
      • Berechnung der Zinsschranke
      • Beispiel zur Berechnung der Zinsschranke
    • Einnahmenüberschussrechnung
      • Gewinnermittlung nach der Einnahmenüberschussrechnung
      • Beispiele zur Einnahmenüberschussrechnung
    • Schätzung
      • Vollschätzung und Teilschätzung
    • Aufgaben zu Kapitel 1
      • Berechnung des Eigenkapitals - Aufgabe
      • Berechnung des Eigenkapitals - Lösung
      • Berechnung abzugsfähiger Zinsen - Aufgabe
      • Berechnung abzugsfähiger Zinsen - Lösung
      • Bilanzierung und Vermögenszuordnung - Aufgabe
      • Bilanzierung und Vermögenszuordnung - Lösung
  • Wirtschaftsgut
    • Bilanzierungsfähigkeit im Steuerrecht
      • Positives Wirtschaftsgut
      • Negatives Wirtschaftsgut
    • Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
      • Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung - Definition & Erklärung
      • Grundsatz der Einzelbewertung
      • Stichtagsprinzip
      • Grundsatz der Abgrenzung der Sache nach
      • Realisationsprinzip
      • Allgemeines Imparitätsprinzip
      • Niederstwertprinzip
      • Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung - Zusammenfassung
    • Immaterielle Wirtschaftsgüter
      • Überblick über die immateriellen Wirtschaftsgüter
      • Patente und Lizenzen
      • Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert
    • Forderungen
      • Bewertung von Forderungen
      • Arten von Forderungen und Wertberichtigung
      • Einzelwertberichtigung auf Forderungen
      • Pauschalwertberichtigung auf Forderungen
    • Verbindlichkeiten
      • Arten von Verbindlichkeiten und Bewertung
      • Abzinsung von unverzinslichen Verbindlichkeiten
      • Tilgungsdarlehen
    • Immobilien
      • Bilanzierung von Immobilien
      • Bilanzierung von Außenanlagen
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      • Pensionsrückstellungen - Bewertung
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      • Kulanzrückstellungen
      • Rückstellungen für unterlassenen Instandhaltungsaufwand
      • Rückstellung für Abraumbeseitigung
      • Spezielle steuerrechtliche Arten von Rückstellungen
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      • Arten von Rechnungsabgrenzungsposten - ARAP und PRAP
      • Transitorische Abgrenzungsposten
      • Überblick über die aktivischen Rechnungsabgrenzungsposten
      • Aktivische Rechnungsabgrenzungsposten - Normalfälle und Beispiele
      • Verbuchung eines Disagios mittels aktivischen Rechnungsabgrenzungsposten
      • passivischer Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP)
      • Transitorische und antizipative Rechnungsabgrenzungsposten
    • Aufgaben zu Kapitel 2
      • Aufgabe Forderungen
      • Lösung Forderungen
      • Aufgabe zu Grundstücken
      • Lösung zu Grundstücken
      • Aufgabe steuerliche Behandlung von Miete
      • Lösung steuerliche Behandlung von Miete
  • Betriebsvermögen
    • Betriebsvermögen bei Einzelunternehmen
      • Lernziele
      • Betriebsvermögen oder Privatvermögen
      • Notwendiges Betriebsvermögen
      • Gewillkürtes Betriebsvermögen
    • Vermögen bei Immobilien
      • Zurechnung von Immobilien zu Betriebs- oder Privatvermögen
    • Betriebsvermögen bei Personengesellschaften
      • Arten von Personengesellschaften
      • Sonderbetriebsvermögen der Gesellschafter
      • Gewinn- oder Verlustanteil und Sondervergütungen für Gesellschafter
    • Betriebsvermögen bei Kapitalgesellschaften
      • Nutzung des Betriebsvermögens bei Kapitalgesellschaften
    • Zurechnung von Wirtschaftsgütern
      • Arten von Leasing
      • Zuordnung des Leasinggegenstands
      • Bilanzierung des Leasinggegenstands beim Leasinggeber und Leasingnehmer
    • Mietereinbauten und Mieterumbauten
      • Allgemeines
      • Scheinbestandteile
      • Betriebsvorrichtung
  • Bewertung
    • Anschaffungskosten
      • Bewertung von Vermögensgegenständen und Wirtschaftsgütern
      • Berechnung der Anschaffungskosten nach § 255 I HGB
      • Anschaffungskosten nach § 255 I HGB - Anschaffungspreisminderungen
      • Anschaffungsnebenkosten nach § 255 I 1 HGB
      • Nachträgliche Anschaffungskosten nach § 255 I 2 HGB
    • Herstellungskosten
      • Herstellungskosten nach § 255 II HGB - Bestandteile und Berechnung
      • Herstellungsaufwand und Erhaltungsaufwand - Abgrenzung
    • Teilwert
      • Teilwert und Teilwertvermutungen
      • Widerlegung der Teilwertvermutung
      • Teilwertermittlung des Vorratsvermögens: Verfahrensüberblick
      • Bewertung des Vorratsvermögens nach der Subtraktionsmethode
      • Bewertung des Vorratsvermögens nach der Formelmethode
    • Bewertungsvereinfachungsverfahren
      • Bewertungsvereinfachungsverfahren nach § 240 HGB
      • Festwertverfahren nach § 240 III HGB
      • Bewertungsvereinfachungsverfahren - Voraussetzungen der Gruppenbewertung
      • Bewertungsvereinfachungsverfahren - Durchschnittsbewertung
      • Bewertungsvereinfachungsverfahren - Gleitendes Durchschnittsverfahren
      • Bewertungsvereinfachungsverfahren - Periodisches Durchschnittsverfahren
      • Bewertungsvereinfachungsverfahren - Verbrauchsfolge- und Veräußerungsfolgeverfahren
      • LIFO-Verfahren - Last In - First Out
      • Perioden-LIFO - Last In - First Out
      • Permanentes LIFO - Last In - First Out
    • Abschreibungen und Absetzungen
      • Abschreibungsmethoden im Handels- und Steuerrecht
      • Absetzung und Absetzungsberechtigung
      • Berechnung der Abschreibung - Abschreibungszeitraum und Abschreibungshöhe (AfA)
      • Absetzung/Abschreibung nach Einkommensteuergesetz (EStG)
    • Absetzung beweglicher Wirtschaftsgüter
      • Absetzung für Abnutzung
      • Absetzung für Abnutzung - Lineare Abschreibung (AfA)
      • Absetzung für Abnutzung - Degressive Abschreibung (AfA)
      • Absetzung für Abnutzung - Leistungsabschreibung
      • Absetzung für außergewöhnliche Abnutzung (AfaA)
      • Teilwertabschreibung
      • Unterschiede zwischen der Absetzung für außergewöhnlichen Abnutzung (AfaA) und der Teilwertabschreibung
      • Sonderabschreibungen
      • Erhöhte Absetzung
      • Geringwertige Wirtschaftsgüter - Bewertung und Abschreibung
      • Abschreibung gebrauchter Wirtschaftsgüter bei Privateinlage und Privatentnahme
    • Absetzung unbeweglicher Wirtschaftsgüter
      • Abschreibung (AfA) von Immobilien
      • Abschreibungsarten für Immobilien
      • Abschreibung von Immobilien bei Privatentnahmen
      • Abschreibung von Immobilien bei Privateinlagen
      • Absetzung für außergewöhnliche Abnutzung (AfaA) bei Immobilien
    • Aufgaben zu Kapitel 4
      • Bewertung von Wirtschaftsgütern - Aufgabe
      • Bewertung von Wirtschaftsgütern - Lösung
      • Fortgeführte Anschaffungskosten
      • Lösung zur Aufgabe fortgeführte Anschaffungskosten
      • Berechnung der Anschaffungskosten
      • Lösung zu Berechnung der Anschaffungskosten
      • Selbstkontrolle (Aufgabe 5)
      • Lösung zu Aufgabe 5
  • Änderungen von Steuerbilanzen
    • Bilanzberichtigung und Bilanzänderung
      • Bilanzberichtigung
      • Unterschied zwischen Bilanzänderung und Bilanzberichtigung
    • Aufgaben zu Kapitel 5
      • Selbstkontrolle (Aufgabe 1)
      • Lösung zu Aufgabe 1
  • 153
  • 29
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