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Stichtagsprinzip

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 Am 26.01.2017 (ab 19:30 Uhr) findet unser nächstes Webinar statt.
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Das Stichtagsprinzip basiert auf der Überlegung, dass in einer Bilanz die Vermögensverhältnisse zu einem bestimmten Zeitpunkt, dem sog. Stichtag (= Bilanzstichtag = Abschlussstichtag) dargestellt werden. Dieser ist meistens das Ende des Kalenderjahres, also der 31.12., aber nicht zwingend

Die Bilanzposten sind nach dem Stichtagsprinzip an eben diesem Stichtag zu bewerten und nicht z.B. nach den Verhältnissen am Bilanzerstellungszeitpunkt.

Was ist, wenn Dinge im alten Jahr passieren, aber erst im nächsten Jahr und zwar vor Bilanzerstellung bekannt werden? Dann gilt das sog. Wertaufhellungsprinzip.

Wertaufhellungsprinzip

Hiernach müssen Dinge,

  • welche vor dem Bilanzstichtag geschehen sind,
  • aber erst nach dem Bilanzstichtag,
  • aber vor dem Bilanzerstellungstag bekannt werden,

noch im alten Jahr berücksichtigt werden.

Die Tatsache, dass Umstände berücksichtigt werden müssen, die am Abschlussstichtag vorhanden, aber unbekannt waren, ist kein Verstoß gegen das Stichtagsprinzip. Vielmehr beruht dieser Umstand auf der Überlegung, dass die Verhältnisse am Bilanzstichtag so zutreffend wie möglich erfasst werden sollen. Wenn ein Sachverhalt zu diesem Stichtag schon gegeben war, aber unbekannt ist, so soll er durchaus berücksichtigt werden, sofern er - verspätet - noch bekannt wird.

Damit ist das Prinzip der Wertaufhellung Teil des Vorsichtsprinzips. Es besagt, dass alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, auch berücksichtigt werden, selbst dann, wenn sie erst nach dem Bilanzstichtag, aber vor der Bilanzerstellung bekannt werden. Hierbei sind allerdings werterhellende Tatsachen und wertbegründende Tatsachen zu unterscheiden.

Werterhellende Tatsachen 

Ein Vorgang ist werterhellend (= wertaufhellend), wenn er vor dem Bilanzstichtag geschah, erst nach dem Bilanzstichtag bekannt und aber vor der Bilanzerstellung berücksichtigt wird. Er muss in der Bilanz des alten Jahres berücksichtigt werden.

Beispiel

Beispiel:
Die X-AG hat noch eine Forderung gegen Kalle Unverlässlich über 1.000 € in den Büchern stehen. Am 15.12.2015 meldet dieser Insolvenz an, wovon die X-AG am 3.1.2016 erfährt.

Es handelt sich um eine werterhellende Tatsache, die in den Jahresabschluss des Jahres 2015 aufzunehmen ist. Die Forderung ist komplett auszubuchen.

Wertbegründende Tatsachen

Hingegen ist eine Sache wertbegründend, wenn sie erst nach dem Bilanzstichtag geschah und folglich erst nach dem Bilanzstichtag bekannt wird. Sie darf in der Bilanz des alten Jahres nicht berücksichtigt werden.

Beispiel

Beispiel:
Die X-AG hat im Jahre 2015 noch eine Forderung gegen Calle Unverlässlich über 1.000 € in den Büchern stehen. Am 15.1.2016 meldet dieser Insolvenz an, wovon die X-AG zwei Wochen später erfährt.

Die Forderung darf nicht wertberichtigt werden, denn der Grund für eine mögliche Abwertung passiert erst im neuen Jahr, also in 2016. Es handelt sich um eine wertbegründende Tatsache, die nicht Eingang finden darf in den alten Jahresabschluss von 2015.

Multiple-Choice
Ein Kunde meldet am 18.12. Insolvenz an. Der Buchhalter des Zulieferers erfährt davon am 04.01. des Folgejahres. Darf der Buchhalter die bestehende Forderung wertberichtigen?
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Hinweis:

Bitte kreuzen Sie die richtigen Aussagen an. Es können auch mehrere Aussagen richtig oder alle falsch sein. Nur wenn alle richtigen Aussagen angekreuzt und alle falschen Aussagen nicht angekreuzt wurden, ist die Aufgabe erfolgreich gelöst.

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Autor: Daniel Lambert

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Dipl.-Math. Dipl.-Kfm. Daniel Lambert gibt seit vielen Jahren Kurse zur Prüfungsvorbereitung. Er unterrichtet stets orientiert an alten Prüfungen und weiß aus langjähriger Erfahrung, wie sich komplexe Sachverhalte am besten aufbereiten und vermitteln lassen. Daniel Lambert ist Repetitor aus Leidenschaft seit nunmehr 20 Jahren.
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  • Gewinnermittlungsmethoden
    • Einleitung
      • Überblick über die Gewinnermittlungsmethoden
      • Handelsbilanz und Steuerbilanz
    • Allgemeiner Betriebsvermögensvergleich
      • Betriebsvermögensvergleich
      • Betriebseinnahmen
      • Betriebsausgaben
      • Entnahme aus dem Betriebsvermögen
      • Einlage in das Betriebsvermögen
    • Besonderer Betriebsvermögensvergleich
      • Maßgeblichkeit
      • Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben
      • Teilweise nicht abzugsfähige Betriebsausgaben
      • Geschenkaufwendungen
      • Bewirtungsaufwendungen
      • Verpflegungsmehraufwand
      • Berechnung der Zinsschranke
      • Beispiel zur Berechnung der Zinsschranke
    • Einnahmenüberschussrechnung
      • Gewinnermittlung nach der Einnahmenüberschussrechnung
      • Beispiele zur Einnahmenüberschussrechnung
    • Schätzung
      • Vollschätzung und Teilschätzung
    • Aufgaben zu Kapitel 1
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      • Berechnung des Eigenkapitals - Lösung
      • Berechnung abzugsfähiger Zinsen - Aufgabe
      • Berechnung abzugsfähiger Zinsen - Lösung
      • Bilanzierung und Vermögenszuordnung - Aufgabe
      • Bilanzierung und Vermögenszuordnung - Lösung
  • Wirtschaftsgut
    • Bilanzierungsfähigkeit im Steuerrecht
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    • Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
      • Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung - Definition & Erklärung
      • Grundsatz der Einzelbewertung
      • Stichtagsprinzip
      • Grundsatz der Abgrenzung der Sache nach
      • Realisationsprinzip
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      • Absetzung für Abnutzung - Lineare Abschreibung (AfA)
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      • Abschreibung gebrauchter Wirtschaftsgüter bei Privateinlage und Privatentnahme
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      • Abschreibung (AfA) von Immobilien
      • Abschreibungsarten für Immobilien
      • Abschreibung von Immobilien bei Privatentnahmen
      • Abschreibung von Immobilien bei Privateinlagen
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    • Aufgaben zu Kapitel 4
      • Bewertung von Wirtschaftsgütern - Aufgabe
      • Bewertung von Wirtschaftsgütern - Lösung
      • Fortgeführte Anschaffungskosten
      • Lösung zur Aufgabe fortgeführte Anschaffungskosten
      • Berechnung der Anschaffungskosten
      • Lösung zu Berechnung der Anschaffungskosten
      • Selbstkontrolle (Aufgabe 5)
      • Lösung zu Aufgabe 5
  • Änderungen von Steuerbilanzen
    • Bilanzberichtigung und Bilanzänderung
      • Bilanzberichtigung
      • Unterschied zwischen Bilanzänderung und Bilanzberichtigung
    • Aufgaben zu Kapitel 5
      • Selbstkontrolle (Aufgabe 1)
      • Lösung zu Aufgabe 1
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