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Buchführung

Ab-/Zuschreibungen

Gemäß IFRS gibt es auch die verschiedenen Formen der Abschreibung, die aus dem HGB bekannt sind. Wichtig ist wie immer die Begriffsbestimmung. Im folgenden Abschnitt wird zunächst wieder die Konten-Terminologie erläutert, die dann im Rahmen eines Beispiels Anwendung findet.

 Kontenbezeichnungen

  • Aktivkonto Maschinen - Machinery
  • Planmäßige Abschreibungen – Depreciation Expenses
  • Lineare Abschreibung - straight-line (method) depreciation
  • Degressive Abschreibung - declining balance (method of) depreciation

Beispielaufgabe

Beispiel

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Maschinenhersteller M kauft 2007 eine Maschine für 50.000 Euro (+ 19% Umsatzsteuer), deren Nutzungsdauer zehn Jahre beträgt und die per Bankzahlung bezahlt wird. Sie wird linear abgeschrieben. Wie lautet die Verbuchung des Erwerbs und der Abschreibung nach IFR-Standards in 2007?

Erwerb:
Machinery 50.000 Euro and Other Receivables 9.500 Euro debited, Cash 59.500 credited.

Verbuchung der Abschreibung:
Depreciation Expenses 5.000 Euro debited, Machinery 5.000 Euro credited.

Der Wertverlust durch den Einsatz der Maschine stellt einen Aufwand dar, der durch die Verbuchung der Abschreibung i.H.v. 5.000 Euro in der GuV realisiert wird.
Am Ende des Geschäftsjahres 2007 erscheint folgerichtig die Maschine in der Bilanz mit einem Wert von 45.000 Euro.

Neben der planmäßigen Abschreibung gibt es bekanntlich auch außerplanmäßige Abschreibungen. Auch diese finden sich in den IFR-Standards wieder. Bei einem unvorhergesehenen Wertverlust wird eine außerplanmäßige Abschreibung mittels des Kontos impairment loss verbucht. Die Verbuchung erfolgt analog dem HGB.

Ab- und Zuschreibung bei Wertpapieren

Nach IFRS wird kategorisiert in Wertpapiere, die aus spekulativen Gründen gekauft werden und in diejenigen, die längerfristig gehalten werden wollen.

Dementsprechend wird eine feine Unterscheidung zwischen der Art der Anlage gemacht: Financial Assets held for Trading bleiben kurzfristig im Unternehmen und werden somit mittels der Verbuchung von Kursgewinnen /- verlusten in der GuV erfolgswirksam verbucht.

Available-for-Sale Financial Assets hingegen sind dafür bestimmt, länger im Unternehmen als Investment zu verbleiben – ihre Kursveränderungen sollen nicht kurzfristig den Unternehmenserfolg beeinflussen. Deswegen werden Auf- und Abwertungen erfolgsneutral erfasst. Dies geschieht mittels eines passiven Bestandskontos, der sog. Fair Value Rücklage.

  • Fair Value Rücklage – Fair Value-Surplus

Sie gehört zum Eigenkapital und steigt bei einer Aufwertung bzw. fällt bei einer Abwertung der Wertpapiere.

  • Financial Assets held for Trading (kurzfristig) – Erfolgswirksamkeit der Kursänderungen durch Ertrag bzw. Aufwand in der GuV
  • Available-for-Sale Financial Assets (längerfristig) – Erfolgsneutralität der Wertveränderung mittels Fair Value-Rücklage als Teil des Eigenkapitals

Erfolgswirksam werden die Available-for-Sale Financial Assets erst, wenn es zum Verkauf der Wertpapiere kommt. Bis dahin geht ein etwaiger Vermögenszuwachs nicht mit einer Erfolgsmehrung in der GuV-Rechnung einher.

Schließlich sehen die IFR-Standards vor, dass der Kaufmann wählen kann, ob Available-for-Sale Financial Assets erfolgswirksam behandelt werden - oder nicht. Dieses Wahlrecht ist aber nur bei dem Erwerb der Wertpapiere auszuüben.