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Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen - Grundsätze der Zusammenarbeit

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Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen

Grundsätze der Zusammenarbeit

01. Welches Sozialverhalten der Mitarbeiter/Gruppenmitglieder ist für eine effiziente Zusammenarbeit erforderlich (Grundsätze/Regeln der Zusammenarbeit)?

Vorab zur Klarstellung:

  • Effektiv heißt, die richtigen Dinge tun! (Hebelwirkung)

  • Effizient heißt, die Dinge richtig tun! (Qualität)

Die Mitarbeiter in einem Unternehmen sind nicht grundsätzlich „aus dem Stand heraus“ effizient in ihrer Zusammenarbeit. Teamarbeit entwickelt sich nicht von allein, sondern muss gefördert und erarbeitet werden . Neben den notwendigen Rahmenbedingungen (Ziel, Aufgabe, Kompetenz, Arbeitsbedingungen) müssen die Mitarbeiter Verhaltensweisen beherrschen/erlernen und Grundsätze beachten, um zu einer echten Teamarbeit zu gelangen:

Jeder Mitarbeiter

  1. muss nach dem Grundsatz handeln:

    „Nicht jeder für sich allein, sondern alle gemeinsam und gleichberechtigt!“

  2. muss die Ausgewogenheit/Balance zwischen den Zielen der Arbeitsgruppe, der Einzelperson, der Gesamtgruppe und denen des Unternehmens anstreben!

    Beispiel

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    Die Einzelperson darf in ihrer Persönlichkeit und ihren Bedürfnissen nicht in der Gruppe „untergehen“. Störungen in der Gruppenarbeit, die ein Einzelner empfindet, müssen respektiert und geklärt werden.

  3. respektiert das andere Gruppenmitglied im Sinne von „ Ich bin o. k., du bist o. k.!

  4. erarbeitet mit den anderen schrittweise Regeln der Zusammenarbeit und der Kommunikation, die eingehalten werden, solange sie gelten.

    Beispiel

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    • Vereinbarte Termine und Zusagen werden eingehalten!

    • Jeder hat das Recht, auszureden!

    • Jede Meinung ist gleichberechtigt!

    • Kritik wird konstruktiv und in der Ich-Form vorgebracht!

  5. verfügt über/erlernt die Bereitschaft/Fähigkeit, notwendige Veränderungen mitzutragen .

02. Welche Verhaltensregeln im Betrieb sind zu beachten?

Eine geordnete Zusammenarbeit von Menschen im Betrieb ist nur möglich, wenn Regeln der Zusammenarbeit existieren und den Mitarbeitern bekannt sind . Der Vorgesetzte muss auf die Einhaltung dieser Bestimmungen einwirken. Je größer ein Unternehmen ist, desto höher ist die Notwendigkeit, Fragen der Ordnung und des Verhaltens im Betrieb zu regeln.

In vielen Betrieben sind folgende Sachverhalte geregelt:

  • Vereinbarungen über die Arbeitszeit (z. B. Flexibilisierungsmodelle)

  • Regelung von Überstunden

  • Vorschriften über S icherheit, O rdnung und S auberkeit am Arbeitsplatz (z. B. durch zusätzliche Schilder „S-O-S“)

  • Umgang mit Werkzeugen

  • Maßnahmen zum Unfallschutz

  • Unterschriftsregelungen

  • Grundsätze der Führung und Zusammenarbeit

  • Arbeitsordnungen (früher: Betriebsordnung) sind Betriebsvereinbarungen, die Regelungen des Arbeitsschutzes, der Berufsgenossenschaften usw. enthalten. Bei Verstößen kann gegenüber dem Mitarbeiter ein Bußgeld verhängt werden.

03. Welche Prinzipien sollten bei der Umsetzung von Verhaltensregelungen im Betrieb eingehalten werden?

  1. Konsequente Handhabung und Umsetzung!
    (sonst wird die Ausnahme zur Regel)

  2. Gleiches Recht und gleiche Pflichten für alle!

  3. Appell und Einsicht sind wirksamer als Drohungen!

  4. Anwendung einheitlicher Maßstäbe!

  5. Nicht Unmögliches verlangen!