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Investitionsrechnung - Steuerparadoxon

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Investitionsrechnung

Steuerparadoxon

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Hier klicken zum Ausklappen Zum Begriff "Steuerparadoxon": Das Steuerparadoxon (nach Dieter Schneider) ist ein Begriff aus der Investition. Er besagt, dass unter bestimmten Umständen der Kapitalwert einer Investition steigt, wenn eine Gewinnsteuer in die Kalkulation mit einbezogen wird. Dadurch kann eine Investition vorteilhafter werden, im Vergleich zu einer alternativen Geldanlage am Kapitalmarkt. Normalerweise sinkt der Kapitalwert durch Einbeziehung von Steuern.

Expertentipp

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Frage: Was passiert für eine gegebene Investition, wenn der Grenzsteuersatz s steigt? Viele würden hier antworten, dass die Vorteilhaftigkeit z.B. gemessen am Kapitalwert der Investition nach Steuern, sinkt. Aber die

Antwort ist: Es ist durchaus möglich, dass trotz (oder gerade wegen) des gestiegenen Grenzsteuersatzes der Kapitalwert nach Steuern steigt. Dieses Phänomen bezeichnet man als Steuerparadoxon nach Dieter Schneider. Wir stellen es im Folgenden beispielhaft vor.

Gründe für das Steuerparadoxon

Die Gründe für das Steuerparadoxon liegen in zwei unterschiedlichen Effekten:

  • im Zinsersparniseffekt,
  • m Steuerbelastungseffekt.

Der Steuerbelastungseffekt senkt den Kapitalwert nach Steuern, da bei einem höheren Grenzsteuersatz mehr Steuern zu bezahlen sind. Dadurch, dass es zu einer Steuererstattung kommt, die zur Fremdkapitaltilgung genutzt werden kann, kommt es zu Zinsersparnissen und damit zu geringeren Aufwendungen. Der Kapitalwert steigt also.

Merke

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  • Wenn der positive Zinsersparniseffekt größer ist als der negative Steuerbelastungseffekt, kommt es zum Steuerparadoxon.
  • Wichtig ist, dass ein steuerlicher Verlust in einer der Perioden auftreten muss, damit es zum Steuerparadoxon kommt.
  • Wichtig ist außerdem, dass wir Fremdfinanzierung unterstellen, bei einer Eigenfinanzierung tritt das Steuerparadoxon für gewöhnlich nicht auf.