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Makroökonomie - Wechselkurssysteme im Mundell-Fleming-Modell

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Makroökonomie

Wechselkurssysteme im Mundell-Fleming-Modell

Zunächst unterscheidet man unterschiedliche Wechselkurssysteme:

  • System freier Wechselkurse,
  • System bandbreitenfixierter Wechselkurse,
  • System fester Wechselkurse.

In einem System freier Wechselkurse können sich diese frei nach den Marktregeln von Angebot und Nachfrage einstellen. Wenn eine Währung stärker nachgefragt wird, so wertet diese auf, wird sie vermindert nachgefragt, so wertet sie ab. Bei bandbreitenfixierten Wechselkursen dürfen diese innerhalb bestimmter, vorher vereinbarter Grenzen (= Bandbreiten) schwanken. Wird die untere oder obere Grenze der Bandbreite erreicht, so muss die Zentralbank interventieren. Im System fester Wechselkurse dürfen sich die Devisenkurse nicht verändern. Alle Fremdwährungsbeträge, die nachgefragt werden, muss die heimische Zentralnotenbank zum festen Kurs abgeben. Alle Fremdwährungsbeträge, die hingegen angeboten werden, muss die heimische Zentralnotenbank zum festen Kurs aufnehmen.

Methode

Problematisch an einem System fester Wechselkurse (seien sie nun komplett fest oder lediglich bei Überschreiten einer bestimmten Bandbreite fest) ist stets die Verpflichtung der heimischen Zentralbank zur Devisenmarktintervention. Wenn die heimische Zentralbank Devisen aufkaufen muss, so erhöht sich dadurch die heimische Geldmenge. Ihre Möglichkeiten, Devisen aufzukaufen und dies mit heimischem Geld zu bezahlen, sind theoretisch unbeschränkt, jedoch wirkt eine solche Politik inflationär. Auf der anderen Seite sind ihre Möglichkeiten, Devisen zu verkaufen, begrenzt, da sie diese Devisen nicht selbst herstellen kann.