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Makroökonomie - Geldpolitik bei Kapitalmobilität im Festkurssystem

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Makroökonomie

Geldpolitik bei Kapitalmobilität im Festkurssystem

Durch die expansive Geldpolitik verschiebt sich die LM-Kurve nach rechts (von LM0 nach LM1) in Abb. 51. 

Abb. 51: Geldpolitik, vollkommene Kapitalmobilität, Festkurssystem
Abb. 51: Geldpolitik, vollkommene Kapitalmobilität, Festkurssystem

Wegen des hiermit verbundenen Zinsrückgangs von i0 nach i1 wird eine Geldanlage im Inland unattraktiver. Die Kapitalimporte sinken, die Kapitalexporte steigen. Hierdurch verursacht, bewegt sich die DA-Kurve nach links (DA0 nach DA1) und die DN-Kurve nach rechts (von DN0 nach DN1) in Abb. 52. 

Abb. 52: Devisenmarkt mit Preisnotierung
Abb. 52: Devisenmarkt mit Preisnotierung

Entsprechend verschiebt sich im Euro-Diagramm die Euro-Angebotskurve nach rechts, die Euro-Nachfragekurve nach links (s. Abb. 53). 

Es kommt also zu einer Überschussnachfrage nach Devisen (Differenz aus A und B in Abb. 52) (bzw. zu einem Überschussangebot an Euro (Differenz aus C und D in Abb. 53)). Die heimische Zentralbank muss diese Nachfrage am Devisenmarkt befriedigen, indem sie Währungsreserven verkauft. Indem sie dies tut, verringert sie aber die heimische Geldbasis und damit die inländische Geldmenge. Die LM-Kurve verschiebt sich folglich nach links zurück (von LM1 nach LM2 = LM0 in Abb. 51).

Merke

Insgesamt ist die expansive Geldpolitik bei vollkommener Kapitalmobilität und festen Wechselkursen damit vollkommen ineffizient. Durch die Interventionsverpflichtung ist die heimische Zentralbank nicht in der Lage, eine autarke Geldpolitik zu betreiben.