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Grundlagen der Mikroökonomie - Die Budgetgerade

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Grundlagen der Mikroökonomie

Die Budgetgerade

Wollen wir nun die Budgetgerade in ein Diagramm einzeichnen, so muss sie zuerst umgeformt werden. Dazu bringen wir den Ausdruck $\ p_1 \cdot x_1 $ auf die Seite mit dem Einkommen und dividieren durch den Preis des zweiten Gutes.
Wir erhalten:

Merke

$$\ x_2 = {m \over p_2} - ({p_1 \over p_2}) \cdot x_1 $$

Der erste Teil der Formel gibt den Y-Achsenabschnitt an. Er ist die maximale Menge, die von Gut 2 gekauft werden kann.
Um den Achsenabschnitt für Gut 1 zu erhalten, teilen wir das verfügbare Budget durch den Preis des Gutes 1: $\ {m \over p_1}=x_1 \max $
Der Ausdruck $\ -{p_1 \over p_2} $ ist die negative Steigung der Geraden. Gleichzeitig gibt sie das Austauschverhältnis der beiden Güter zueinander wieder.

Beispiel Austauschverhältnis
Nehmen wir folgende Preise an: $\ p_1=1 $ und $\ p_2=2 $. Die Steigung lautet nun: $$\ -{p_1 \over p_2}=-{1 \over 2} $$ Will das Wirtschaftssubjekt nun eine Einheit mehr von $\ x_1 $ konsumieren, muss es auf eine halbe Einheit $\ x_2 $ verzichten, um weiterhin sein Budget einzuhalten.
Konsumiert es eine Einheit von $\ x_2 $ mehr, verzichten es dafür auf zwei Einheiten $\ x_1 $.

In der folgenden Grafik ist nun eine Budgetgerade eingezeichnet. An der horizontalen Achse wird $\ x_1 $ abgetragen und an der senkrechten Achse $\ x_2 $.

Budgetgerade
Budgetgerade

Alle Punkte unterhalb der Budgetgeraden stellen mögliche Kombinationen von Gut 1 und Gut 2 des Konsumenten dar (schraffierte Fläche). Solche Zusammenstellungen von Gütern werden Güterbündel genannt. Bei jedem dieser Güterbündel bliebe aber ein Rest vom Einkommen übrig.
Nur auf der Budgetgeraden wird das gesamte Einkommen ausgegeben. Da wir Sparen ausgeschlossen haben, werden wir uns auf diese Punkte konzentrieren.