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Grundlagen der Mikroökonomie - Die gesamte Wohlfahrt

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Grundlagen der Mikroökonomie

Die gesamte Wohlfahrt

Inhaltsverzeichnis

Jetzt wo wir die Wohlfahrt der Konsumenten und der Produzenten beschreiben können, sind wir in der Lage auch ganze Märkte zu betrachten und so die gesamte Wohlfahrt zu bestimmen. Schauen wir dazu auf den Markt für ein beliebiges Gut. Der Markt befindet sich im Gleichgewicht. Die gesamte Wohlfahrt, also die Summe aus Produzentenrente und Konsumentenrente ist eingezeichnet.

Die gesamte Wohlfahrt
Die gesamte Wohlfahrt

Beide Renten sind jeweils begrenzt durch den Preis und die Nachfragekurve sowie die Angebotskurve.

Maximierung der Wohlfahrt

Von besonderem Interesse ist die Frage, ob diese Situation auch die Summe der Renten, also die gesellschaftliche Wohlfahrt, maximiert. Gehen wir von dem Fall aus, der Staat greife in die Preisbildung ein und bestimme einen Preis der unter dem Gleichgewichtspreis liegt. Wir werden uns im nächsten Teil noch mit staatlichen Eingriffen befassen. Das Beispiel soll hier nur zur Verdeutlichung dienen.

Maximierung der Wohlfahrt
Maximierung der Wohlfahrt

Die beiden Renten sind wieder eingezeichnet. Die Produzentenrente (gelbe Fläche) ist stark gesunken, da die Unternehmen zu dem niedrigen Preis weniger anbieten. Sie verlieren zum einen durch den niedrigeren Preis und zum anderen durch die geringere Menge.
Die Rente der Konsumenten (blaue Fläche) ist insgesamt gestiegen. Sie gewinnen einen Teil der vorherigen Produzentenrente. Auf der anderen Seite verlieren sie wieder ein wenig, da eine geringere Menge auf dem Markt angeboten wird.

Vergleichen wir diesen Fall mit dem normalen Gleichgewicht vorher, können wir aber durch die Flächen feststellen, dass die Summe aus Renten abnimmt. Beide Seiten verlieren einen Teil an Renten. Dieser Verlust ist in der Grafik als rote Fläche eingezeichnet.
Der staatliche Eingriff hat also zu einer Abnahme an Wohlfahrt geführt. Wenn das Ziel die Steigerung der Wohlfahrt war, indem die Preise für die Konsumenten gering gehalten werden, ist das Ziel gescheitert.
Zu einem ganz ähnlichen Ergebnis, allerdings mit vertauschten Renten, kommen wir bei einem festgelegten Preis über dem Gleichgewichtspreis.

Durch dieses Beispiel können wir folgendes festhalten:
Zum einen werden die Güter und Dienstleistungen von denen gekauft, die ihnen den höchsten Wert beimessen.
Auf der anderen Seite werden die Güter und Dienstleistungen von den Firmen produziert, die sie zu den niedrigsten Kosten herstellen können. Und zuletzt sorgt das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage dazu, dass die Summe der Renten maximiert wird.

Das Endergebnis bei freiem Spiel der Marktkräfte ist (fast) immer optimal für die Gesellschaft. Es kann natürlich auch zu Fällen von Marktversagen kommen. Diese ignorieren wir aber.