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Deskriptive Statistik - Quasistetige Merkmale

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Deskriptive Statistik

Quasistetige Merkmale

Liegen bei einem diskreten (aber kardinal skalierten) Merkmal sehr viele Ausprägungen vor bzw. liegen die Abstände „relativ” eng beieinander, so kann es sich anbieten, dieses diskrete wie ein stetiges Merkmal zu behandeln. Um diese (Quasi-) Verstetigung kenntlich zu machen, bezeichnet man es als quasistetiges Merkmal.

Beispiel 21:
Die Einwohnerzahl einer Stadt oder eines Landes ist ein diskretes Merkmal. Zweckmäßigerweise betrachtet man es trotzdem als quasistetig, da es sich so besser analysieren lässt. So ist z.B. die Aussage, dass die Fruchtbarkeitsrate/Fertilität (durchschnittliche Zahl der Geburten einer gebärfähigen Frau) in Deutschland bei 1,38 Kindern liegt natürlich nicht korrekt: 1,38 Kinder kann eine Frau auch bei derzeitigem medizinischen Fortschritt nicht gebären.

„Anzahl der Geburten” sowie „Anzahl der Frauen” sind beides diskrete Merkmale und demnach müsste es heißen, dass die Fertilität bei eins oder zwei liegt bzw. dass auf hundert Frauen im gebärfähigen Alter 138 Geburten kommen. Allerdings wäre v.a. die erste Angabe recht unbefriedigend, da sie „zu ungenau” ist und deshalb bietet es sich hier an, die Bevölkerungszahl als quasistetiges Merkmal zu betrachten, da es hierdurch auch nicht zu einer fehlerhaften Interpretation der Ergebnisse kommt (wenn man sich der Tatsache, dass die Bevölkerung ein diskretes Merkmal ist, bewusst ist).

Beispiel

Beispiel 22:
Weitere, als quasistetig behandelbare Merkmale sind

  • Preise in Cent,
  • Währungen,
  • Einkommen,
  • i.d.R. alle Stückzahlen.