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Steuerrechtliche Grundlagen - Geringwertige Wirtschaftsgüter - Bewertung und Abschreibung

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Steuerrechtliche Grundlagen

Geringwertige Wirtschaftsgüter - Bewertung und Abschreibung

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Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, welche selbständig nutzungsfähig sind, dürfen im Jahr ihrer Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe (!) als Betriebsausgaben angesetzt werden, wenn ihre Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht mehr als 150 € betragen (§ 6 Absatz II EStG). Man bezeichnet solche Vermögensgegenstände als Geringwertige Wirtschaftsgüter.

Merke

Abzustellen ist hierbei auf die Anschaffungs- oder Herstellungskosten ohne (!) Umsatzsteuer, gleichgültig, ob der Steuerpflichtige zum Vorsteuerabzug berechtigt ist oder nicht (vgl. R 9 b II 1,2 EStR).

Beispiel

Beispiel 99:
Der Steuerpflichtige Fritz aus Hamburg kauft für seine Unternehmung Stühle bei einem schwedischen Hersteller zu 100 € pro Stück.

Die Stühle dürfen im Jahre der Anschaffung komplett als Aufwand verrechnet werden und müssen nicht über die Laufzeit abgeschrieben werden.

Beispiel

Beispiel 100:
Der Steuerpflichtige Fritz aus Berlin kauft Stühle im Werte von 166,60 € (inkl. Umsatzsteuer) pro Stück.

Man erhält pro Stuhl einen Nettobetrag von 166,6/1,19 = 140 €. Der Nettowert liegt damit unter 150 €, damit darf der komplette Stuhl, bzw. besser gesagt dürfen die kompletten zwei Stühle, im Jahre der Anschaffung als Betriebsausgabe sofort angesetzt werden. Die zweite Möglichkeit, mit GWG umzugehen, besteht in der sog. Pauschalabschreibung . Diese greift, wenn der Nettowert der Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 150 €, aber höchstens 1000 € liegt. In diesem Fall ist ab dem Wirtschaftsjahr 2008 ein Sammelposten zu bilden (§ 6 Abs. 2a S. 1 EStG).

Dieser Sammelposten ist im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils 20 % ergebnismindernd aufzulösen. Damit ist es unerheblich, wie die tatsächliche Nutzungsdauer der betroffenen Anlagegegenstände ist, entsprechend sind Veräußerungen, Entnahmen oder auch außerordentliche Wertminderungen der betroffenen Wirtschaftsgüter innerhalb dieses Fünf-Jahres-Zeitraums vollkommen unbeachtlich.

Video: Geringwertige Wirtschaftsgüter - Bewertung und Abschreibung

Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, welche selbständig nutzungsfähig sind, dürfen im Jahr ihrer Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe (!) als Betriebsausgaben angesetzt werden, wenn ihre Anschaffungs- oder Herstellungskos (...)