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Bewertung der Aktiva > Umlaufvermögen > Gliederung des Umlaufvermögens:

Vorräte

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Definition Vorräte

Vorräte sind die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens. Diese werden entweder zum Verbauch oder zur Veräußerung angeschafft oder hergestellt. Die Vorräte untergliedern sich in:

  • Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

    Rohstoffe gehen als wesentlicher Bestandteil, Hilfsstoffe als nicht wesentlicher Bestandteil in das spätere Produkt ein und werden innerhalb der Produktion verbaucht. Betriebsstoffe hingegen gehen nicht als Bestandteil in das spätere Produkt ein. 

Beispiel

Holz (= Rohstoff) wird mittels Schrauben (= Hilfsstoff) und eines elektrisch (= Betriebsstoff) betrieben Bohrers (= Maschine) zu einem Tisch verbunden. 
  • Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

    Unfertige Erzeugnisse sind bereits be- oder verarbeitete Vermögensgegenstände. Für sie sind bereits Aufwendungen entstanden. Unfertige Erzeugnisse sind jedoch noch nicht absatzreif. Unfertige Leistungen fallen insbesondere in Dienstleistungsunternehmen an. Rechtlich sind unfertige Leistungen Forderungen gegenüber anderen Unternehmen, dürfen dort aber nicht ausgeweisen werden, da sie noch nicht vollständig erbracht worden sind. 

Beispiel

Für einen auf Lager liegenden Tisch müssen noch die Tischbeine gefertigt werden. Solange wird dieser unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen.

Beispiel

Das Unternehmen XY bietet dem Unternehmen Z Beraterleistungen in Höhe von 1.000 € an, welche sich über einige Monate erstrecken. Am Bilanzstichtag ist die Beraterleistung noch nicht abgeschlossen. Da das Unternehmen XY die Leistung an das Unternehmen Z noch nicht vollständig erbracht hat, muss die Forderung in Höhe von 1.000 € unter dem Posten "Unfertige Leistungen" ausgewiesen werden.
  • Fertige Erzeugnisse und Waren

    Fertige Erzeugnisse sind bereits be- oder verarbeitete Vermögensgegenstände, für die Aufwendungen entstanden sind und die absatzreif und versandfertig sind. Waren sind Vermögensgegenstände, welche von einem Dritten bezogen wurden und ohne wesentliche Be- oder Verarbeitung weiterverkauft werden sollen.

Beispiel

Der auf Lager liegende Tisch wurde mit den gefertigten Tischbeinen vereinigt und ist versandfertig. Der Tisch wird nun unter den fertigen Erzeugnissen ausgewiesen.
  • Geleistete Anzahlungen

    Hierbei handelt es sich um Anzahlungen, welche zur Beschaffung des Vorratsvermögens geleistet wurden. Auch die Anzahlungen für Anschaffungsnebenkosten (z.B. Transportkosten), welche das Vorratsvermögen betreffen sind hier auszuweisen. 

Bewertung der Vorräte

Selbst erstellte Vorräte sind zu Herstellungskosten, erworbene Vorräte zu Anschaffungskosten zu bewerten (§ 255 HGB). Liegt der Wert zum Bilanzstichtag jedoch darunter, dann ist der niedrigere Wert anzusetzen. Nach § 253 Abs. 3 HGB sind auf Vorräte Abschreibungen vorzunehmen, um diese mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der sich aus dem Börsen- oder Marktwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag ergibt. Sollte der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen, so ist nach § 253 Abs. 5 HGB eine Zuschreibung vorzunehmen (Wertaufholungsgebot).  Dise Zuschreibung hat höchstens bis zu den fortgeführten AK/HK zu erfolgen.

Für die Bewertung der Vorräte gilt der Grundsatz der Einzelbewertung (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB). Allerdings stellt die Einzelbewertung von Vorräten häufig ein Problem dar, denn die über das Geschäftsjahr beschafften Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden meist zu unterschiedlichen Preisen eingekauft. Schwierig ist hierbei die Frage, zu welche Preise die bereits verbrauchten Stoffe und zu welchen Preise die noch auf Lager befindlichen Stoffe eingekauft wurden. Da diese Zuordnung meistens nicht mehr möglich ist, gestattet der § 256 HGB die Anwendung von sog. Bewertungsvereinfachungsverfahren.

Lückentext
Bitte die Lücken im Text sinnvoll ausfüllen.
Selbst erstellte Vorräte sind zu , erworbene Vorräte zu zu bewerten (§ 255 HGB).
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Vorstellung des Online-Kurses Externes RechnungswesenExternes Rechnungswesen
Dieser Inhalt ist Bestandteil des Online-Kurses

Externes Rechnungswesen

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Diese Themen werden im Kurs behandelt:

[Bitte auf Kapitelüberschriften klicken, um Unterthemen anzuzeigen]

  • Einführung
    • Externes vs. internes Rechnungswesen
    • Funktionen des externen Rechnungswesens
  • Organisation des Rechnungswesens
    • Handelsrechtliche Vorschriften
    • Steuerrechtliche Vorschriften
    • DRS Vorschriften
    • Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB)
      • Einleitung zu Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB)
      • Rahmengrundsätze
      • Abgrenzungsgrundsätze
      • Ergänzende Grundsätze
    • Exkurs: Branchenspezifische Regelungen
  • Buchführung
    • Buchführungspflicht
      • Buchführungspflicht nach Handelsrecht
      • Buchführungspflicht nach Steuerrecht
    • Inventar
    • Bilanz
      • Gliederung der Bilanz
      • Bestandskonten
        • Einleitung zu Bestandskonten
        • Buchungssystematik
        • Die vier Grundfälle
          • Aktiv- und Passiv-Tausch
          • Aktiv-Passiv-Mehrung / -Minderung
      • Eröffnung der Bestandskonten
      • Abschluss der Bestandskonten
    • GuV
      • Gliederung der GuV
      • Erfolgskonten
        • Einleitung zu Erfolgskonten
        • Buchungssystematik
        • Abschluss der Erfolgskonten
    • Umsatzsteuer
      • Einleitung zu Umsatzsteuer
      • Buchungssystematik
      • Ermittlung der Zahllast
  • Ansatz, Bewertung, Ausweis
    • Einleitung zu Ansatz, Bewertung, Ausweis
    • Bilanzansatz (Bilanzierung dem Grunde nach)
    • Bewertung (Bilanzierung der Höhe nach)
    • Bilanzausweis
  • Bewertung der Aktiva
    • Anlagevermögen
      • Bewertung des Anlagevermögens
        • Zugangsbewertung
          • Einleitung zu Zugangsbewertung
          • Anschaffungskosten
          • Herstellungskosten
        • Folgebewertung
          • Einleitung zu Folgebewertung
          • Planmäßige Abschreibung
          • Außerplanmäßige Abschreibung
          • Wertaufholung
      • Gliederung des Anlagevermögens
        • Einleitung zu Gliederung des Anlagevermögens
        • Immaterielle Vermögensgegenstände
        • Geschäfts- oder Firmenwert (GoF)
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          • Einleitung zu Sachanlagen
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          • Technische Anlagen und Maschinen
          • Betriebs- und Geschäftsausstattung
          • Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
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        • Wertpapiere
        • Bank / Kasse
    • Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
    • Aktive Latente Steuern
  • Bewertung der Passiva
    • Einleitung zu Bewertung der Passiva
    • Eigenkapital
    • Rückstellungen
    • Verbindlichkeiten
    • Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
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  • Der Jahresabschluss
    • Adressaten des Jahresabschlusses
    • Pflichtbestandteile des Jahresabschlusses
      • Einleitung zu Pflichtbestandteile des Jahresabschlusses
      • Anhang
      • Lagebericht
      • Kapitalflussrechnung
      • Weitere Elemente des Jahresabschlusses
    • Verwendung des Jahresergebnisses
  • Die Strukturbilanz
    • Einleitung zu Die Strukturbilanz
    • Vorüberlegungen
    • Aufgabe
    • Grundsätzliche Struktur
    • Herleitung der Aktivseite
    • Herleitung der Passivseite
    • Lösung der Aufgabe
  • Exkurs
    • Exkurs: IFRS
    • Exkurs: Konzernabschluss
    • Exkurs: Steuern
    • Exkurs: Kennzahlen
      • Einleitung zu Exkurs: Kennzahlen
      • Cash-Flow und Innenfinanzierung
        • Einleitung zu Cash-Flow und Innenfinanzierung
        • Was ist der Cash-Flow?
        • Zusammenhänge von Zahlungen, Erfolg und Innenfinanzierung
        • Berechnung des Cash-Flow
        • Innenfinanzierung
  • 89
  • 17
  • 220
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