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Makroökonomie - Recheneinheit des Geldes

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Makroökonomie

Recheneinheit des Geldes

Das Wort Recheneinheit bedeutet, dass jedes Gut sich umrechnen läßt in Einheiten von Geld. Dieser Begriff wird klarer, wenn man die Recheneinheit in einer

unterscheidet.

In einer Naturaltauschwirtschaft bildet man relative Preise, die ausdrücken, wieviele Einheiten vom einen Gut gegen das andere Gut getauscht werden.

Beispiel

In einer Naturaltauschwirtschaft gebe es nur Computer (A), Lampen (B), Tische (C) und Stühle (D). Wieviele relative Preise existieren?  

Jedes Gut muss mit jedem anderen in Verbindung gebracht werden. Man muss also beschreiben, wieviele Lampen man hergeben möchte, um einen Computer zu erhalten und wieviele Tische für einen Computer etc. Insgesamt sind die relativen Preise also gegeben durch Austauschverhältnisse (A,B), (A,C), (A,D), (B,C), (B,D), (C,D). Dieses sind insgesamt sechs Stück. Allgemein gilt folgendes.  

Methode

In einer Naturaltauschwirtschaft mit n Gütern existieren
$\frac{(n – 1)·n}{2} $viele relative Preise.

In einer Geldwirtschaft existiert zunächst ein zusätzliches Gut, nämlich das „Geld“. Diesem Nachteil steht allerdings der große Vorteil gegenüber, dass die Anzahl der Preise (nun absolute Preise genannt), dramatisch abnimmt.

Methode

In einer Geldwirtschaft mit n Gütern existieren n absolute Preise.

Die Anzahl der Preise vergleicht die folgende Tabelle

Anzahl der Güter

Anzahl relative Preise (Naturaltauschwirtschaft) Anzahl absolute Preise (Geldwirtschaft)
2 1 2
4 6 4
100 4.950 100
10.000 49.995.000 10.000

Tab. 1: Anzahl von Preisen in Geld- und Naturaltauschwirtschaft

Man sieht sehr deutlich, welcher enorme Vorteil von einer Geldwirtschaft ausgeht, ist doch die Anzahl der Preise bei weitem geringer!