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Makroökonomie - Herleitung der AD-Kurve im Gesamtwirtschaftlichen Gütermarkt

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Makroökonomie

Herleitung der AD-Kurve im Gesamtwirtschaftlichen Gütermarkt

Die gesamtwirtschaftliche NachfrageKurve wird aus dem IS-LM-Modell hergeleitet. Hierzu ist wichtig zu wissen, dass das Preisniveau P (und folglich auch die reale Geldmenge M/P) Lageparameter der LM-Kurve ist, s. Kap. 4.4.2 .

Beim Preisniveau P0 ist in der folgenden Abb. 66 die LM-Kurve durch LMgegeben. Das Gleichgewicht im IS-LM-System führt auf das Volkseinkommen Y0. Also passt zum Preisniveau P0 das Volkseinkommen Y0, der Punkt (P0, Y0) ist ein Punkt der gerade zu konstruierenden AD-Kurve.

Wenn nun das Preisniveau sinkt (von P0 auf P1), so steigt hierdurch die reale Geldmenge von (M/P0) auf (M/P1) an. Deswegen verschiebt sich die LM-Kurve von LM0 auf LM1. Es wird ein neuer Gleichgewichtspunkt Y1 erreicht, der also zum neuen Preisniveau P1 passt. Folglich ist (P1, Y1) ein weiterer Punkt der AD-Kurve.

Wenn nochmalig das Preisniveau sinkt (von P1 auf P2), so bewegt sich wieder die reale Geldmenge. Durch ihren Anstieg verschiebt sich die LM-Kurve nach rechts, zum Preisniveau P2 passt daher das gleichgewichtige Volkseinkommen Y2. Daher ist (P2, Y2) der dritte Punkt der AD-Kurve.

Man erhält insgesamt die gesamtwirtschaftliche Nachfragekurve AD (= YD).

Abb. 66: Herleitung AD-Kurve
Abb. 66: Herleitung AD-Kurve
Diese Kurve ist aber keine Nachfragekurve im mikroökonomischen Sinne – also Menge in Abhängigkeit des Preises oder des Preisniveaus  -, sondern vielmehr eine Kurve von Gleichgewichtsloki. Sie gibt also gerade nicht an, wie die Menge vom Preisniveau abhängt.